Wildpark-News

Familientag lockte bei schönem Wetter

„WILD auf Steinzeit“ im Wildpark Schwarzach
Familientag mit offiziellem Start des Auerrindprojektes


Herrliches Wetter und voll erblühte Bäume und Wiesen bildeten eine herrliche Kulisse für den Familientag 2018 im Wildpark Schwarzach. Zahlreiche Besucher waren gekommen, um die offizielle Eröffnung des Auerrindprojektes zu erleben und das Familienprogramm zu genießen.
Die „Hauptpersonen“ des Tages waren die beiden Maremmanakühe Edda und Elena sowie der Sayaguesabulle Takkie. Seit Februar 2018 bilden die drei mächtigen Rinder eine Zuchtgruppe des „Auerrind-Projekts“ des Freilichtlabors Lauresham und sollen für Nachwuchs sorgen, um einer Rückzüchtung des ausgestorbenen Auerochsen einen Schritt näher zu kommen. Aufmerksam – so schien es – verfolgten die drei Rinder die Reden der Ehrengäste und waren im Gehege bestens zu beobachten.

Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, ist öfter in Schwarzach zu Gast.
Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, ist öfter in Schwarzach zu Gast.

Begrüßung der Ehrengäste
Bürgermeister Mathias Haas begrüßte direkt vor Ort am Auerrindgehege die Besucher und Unterstützer, darunter Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, den Ersten Landesbeamten des Neckar-Odenwald-Kreises, Dr. Kleih, mit seiner Familie, die Geschäftsführerin des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald, Dr. Stefanie Fey, und Claus Kropp, Leiter des Freilichtlabors Lauresham im UNESCO Welterbe Kloster Lorsch. Sehr herzlich begrüßte er auch seinen Bürgermeister-Vorgänger Theo Haaf mit Gattin Regina.

Besucherandrang bei der offiziellen Eröffnung des Auerrind-Projektes.
Besucherandrang bei der offiziellen Eröffnung des Auerrind-Projektes.

Überregionale Bedeutung
Der Schwarzacher Wildpark ist seit diesem Jahr Teil des länderübergreifenden Kooperationsprojekts der Gemeinde Schwarzach mit dem Freilichtlabor Lauresham des UNESCO Welterbes Kloster Lorsch und dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. „Durch den neuen Zuchtstandort des „Auerrind-Projekts“ mit Erkenntnissen auf wissenschaftlicher Ebene und seine Lage als Geopunkt inmitten des „UNESCO Global Geoparks Bergstraße-Odenwald“ hat der Wildpark jetzt eine noch größere Bedeutung auch als Archepark zur Erhaltung von gefährdeten Tierrassen“, sagte Bürgermeister Haas in seiner Begrüßung. „Neben der Zuchtarbeit möchten wir die naturnahe Weidebewirtschaftung dazu nutzen, die Auswirkungen der Tierhaltung auf den Lebensraum zu erforschen.“

Elena, Edda und Takkie verfolgen das Geschehen aus dem neuen Unterstand
Elena, Edda und Takkie verfolgen das Geschehen aus dem neuen Unterstand

Neuer Unterstand
Um die Rinder mit der vorhandenen Rotwildherde zu vergesellschaften, wurde zunächst ein neuer Unterstand gebaut – auch, um eine optimale Erschließung für den täglichen Betrieb, für die wissenschaftliche Begleitung und tierärztlichen Untersuchungen zu ermöglichen. Besucher können die imposanten Tiere gut beobachten, wenn sie sich zum Fressen im Unterstand aufhalten. Die drei Rinder fühlen sich in ihrem ca. 5 Hektar großen Gelände bereits sehr heimisch.

Jan Longerich bastelte steinzeitliche Lederbeutel mit den jüngeren Besuchern.
Jan Longerich bastelte steinzeitliche Lederbeutel mit den jüngeren Besuchern.

Beteiligung des Geo-Naturparks
Das Gehege mit dem neuen Unterstand ist jetzt offizieller Geopunkt des UNESCO Naturparks Bergstraße-Odenwald. Dieser hat sich nach Antragsbewilligung mit der Hälfte an den Materialkosten beteiligt, die aktuell bei etwa 33.000 Euro liegen. Auch eine Geopunkt-Infotafel wurde neben dem Gehege aufgestellt, um die Besucher mit wichtigen Informationen über das Auerrind und das Zuchtprojekt zu versorgen. Dr. Stefanie Fey, Geschäftsführerin des Geo-Naturparks, wies in ihrem Grußwort auf die Bedeutung des Projektes hin, während Claus Kropp, Leiter Experimentalarchäologisches Freilichtlabor Lauresham, das Zuchtprojekt näher beleuchtete. Minister Hauk schließlich wünschte dem Wildpark Schwarzach mit all seinen wissenschaftlichen und pädagogischen Aktivitäten weiter gutes Gelingen. Start und Schlusspunkt der kleinen Feier setzte der Chor „Singfrösche“ der Grundschule Schwarzach unter Leitung der Lehrerin Marion Kienzler, der Lieder vom Känguru und von der Schnecke Matilda zum Besten gab.

Der Imkerverein informierte über die Bedeutung der Bienen und lud die Kinder zum Kerzenziehen ein.
Der Imkerverein informierte über die Bedeutung der Bienen und lud die Kinder zum Kerzenziehen ein.

Familientag
Schon vor vielen tausend Jahren war das Ur, also das Auerrind, in den gemäßigten und subtropischen Gebieten Europas und Asiens heimisch. Deshalb stellte der Förderverein den Familientag unter das Motto „Wild auf Steinzeit“. Der Verein „Homo Heidelbergensis Mauer“ bot steinzeitliche Basteleien wie das Ritzen von Mammut & Co. auf Schieferschindeln, das Fertigen von Ketten aus Naturmaterialien oder Medaillons und die Fertigung von Schwirrhölzern an. Der Verein hatte auch eine Steinzeit-Fotowand mitgebracht, sodass die Besucher sich als Steinzeitmenschen fotografieren lassen konnten. Die Wildpark-Jugend bastelte Lederbeutel mit den Kindern, während der Imkerverein zum Kerzenziehen ins Bienenmuseum einlud. Eine besondere Attraktion bot sich am Afrika-Spielplatz mit dem AWO Spielmobil. Hier konnten die kleinen und größeren Besucher mit Einrädern und Balance-Bikes, mit Pedalos, Laufrädern und Stelzen stundenlang ihren Bewegungsdrang ausleben. Selbst die Dekoration war mit Steinchen und Blumen auf das Steinzeit-Motto abgestimmt. Das Wildparkteam hatte mit Steaks, Bratwurst und Schnitzeln, Kartoffelpuffern, Schupfnudeln und frischen Brezeln, Waffeln und mit der reichhaltigen Schwarzacher Kaffeetafel wieder einmal kulinarische Highlights zu bieten.

Die Holzspielzeuge und –fahrzeuge aus dem AWO Spielmobil waren "voll der Renner".
Die Holzspielzeuge und –fahrzeuge aus dem AWO Spielmobil waren "voll der Renner".

Für Schwarzach und die Region
Zeltaufbau, Organisation und Logistik der Wildparkfeste kosten Zeit, Kraft und auch Geld. Bürgermeister Haas bedankte sich beim Wildparkverein und allen Aktiven für die ehrenamtliche Arbeit zugunsten des Wildparks und seiner Besucher. Auch die Tierpfleger Martin Pfeil und Pascal Herzog haben tatkräftig angepackt, damit der Auerrind-Unterstand schnell fertig wurde – gemeinsam mit Massimo Tagliarina und dem Bauhof-Team. So ist der Wildpark heute mehr denn je ein „Gegenpol zu unserer schnelllebigen Zeit, der zum Verweilen, Entdecken, Erleben schlicht zum Wohlfühlen und Entschleunigen für Menschen aller Generationen prädestiniert ist“, wie Bürgermeister Haas in seiner Begrüßungsrede ausführte.

Der Birkenhof bei herrlichem Frühlingswetter
Der Birkenhof bei herrlichem Frühlingswetter

Edda oder Elena?
Das Gewinnspiel rund um die beiden hellen Auerrinder Elena und Edda haben gewonnen: Mailin Bing, Zoe Brodtmann, Charlotte Lentz, Lotte Michalske, Amina Puscul, Ronja Redlich, Romea Vogt und Malik Winter. Alle Gewinner bekommen in den nächsten Tagen einen Wildpark-Kuscheligel per Post.

Familientag im Wildpark – Danke, liebe Helfer!

Wieder einmal haben Ehrenamtliche und Firmen Zeit und Geld eingesetzt, um Schwarzach und den Menschen in der Region einen wunderschönen Tag im Wildpark zu bescheren. Ein dickes Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben:
-    Allen voran der Verein „Homo Heidelbergensis Mauer“ für die tollen Aktivitäten rund um die Steinzeit;
-    Der Imkerverein Schwarzach für seine Aktivitäten rund um die wichtigen Bienenvölker;
-    Jan Longerich und sein Team für die Leder-Bastelarbeiten mit den Kindern;
-    Die Singfrösche der Grundschule Schwarzach und ihre Chorleiterin Marion Kienzler für die tollen Tierlieder;
-    Alle, die den Vorstand des Wildpark-Fördervereins bei der Organisation unterstützt haben, vor allem die Tierpfleger Martin Pfeil und Pascal Herzog;
-    Ingrid Wittmann und Isolde Longerich mit dem Einkaufs- und Küchenteam;
-    Dieter Just und das Zelt-Auf- und Abbau-Team sowie der Angelsportverein für die gute Zusammenarbeit in Sachen Zelt;
-    Alexandra Vater mit dem Deko-Team, das die Zelte und das Gelände steinzeitlich verschönert hat;
-    Christina Haas und Bernadette Kaiser für die tatkräftige Mitarbeit am AWO Spielmobil;
-    Roland der Riese für seinen spaßigen Auftritt;
-    Die Firma Elektro Baumgärtner für die Elektro-Installation und den Bereitschaftsdienst;
-    Metzger Josef Stahl und sein Team für ihr großes Engagement;
-    Alle unermüdlichen Schwarzacher Kuchen- und Tortenbäckerinnen;
-    Alle, die zum Gelingen beigetragen haben, vor allem André Bohn und das Bauhof-Team, Bürgermeister Haas und Alexander Lingsch mit allen Unterstützern von der Gemeindeverwaltung;
-    Gülseren Secerli und das Team des Wildpark-Eingangshauses;
-    Und alle Wildparkbesucher, Kleine und Große, für ihren Besuch und ihre Treue;

Nur durch die Zusammenarbeit so vieler Helfer können wir jedes Jahr ein so schönes Fest feiern, das Schwarzach auszeichnet.
Seien Sie nochmals herzlich bedankt!
Ihr Team vom Wildpark-Förderverein

Diesem Dank möchte ich mich seitens der Gemeinde Schwarzach und des Gemeinderates sehr herzlich anschließen. Ich danke allen Helferinnen und Helfern, die das Ehrenamt in Schwarzach hochhalten, stellvertretend den beiden Vorsitzenden Dirk Longerich und Gabi Eisner-Just mit ihrem Vorstandsteam.
Schwarzach war ein würdiger Gastgeber und hat sich äußerst positiv präsentiert. Darauf können wir alle stolz sein!
Ihr Mathias Haas, Bürgermeister

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Kontakt

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74869 Schwarzach
Fon: 06262 1734

Gemeinde Schwarzach
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Fax: 06262 9209-720
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