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Die Auerrinder sind da!

[GEJ] Am Faschingsdienstag bekam der Wildpark Schwarzach „gewichtigen“ Zuwachs: Die beiden grauweißen Maremmanakühe Elena und Edda und der schwarze Sayaguesabulle Takkie bringen gemeinsam etwa 1,5 Tonnen auf die Waage. Ohne Probleme ließen sich die Rinder aus dem Freilichlabor Lauresham bei Lorsch nach Schwarzach transportieren. Sie leben jetzt auf dem etwa 5 Hektar großen Rotwildgehege mit dem eigens für sie erbauten neuen Stallgebäude. Die Tiere erkundeten zuerst vorsichtig ihren neuen Lebensraum, der jetzt noch mit einem Zaun vom Rotwild abgetrennt ist. Nach der Eingewöhnung wird ein Teil des Zauns entfernt, sodass die Tiere die ganze Weite des Geheges nutzen können. Schon am Tag der Ankunft kam das Rotwild neugierig aus der Deckung, um die neuen Nachbarn zu begutachten.

Die drei Rinder sind Teil des so genannten Auerrindprojektes, das die Rückzüchtung des im 17. Jahrhundert ausgestorbenen Auerochsen erreichen will. Das Auerrind oder Ur hatte 1,60 bis 1,80 Meter Schulterhöhe und lange, nach vorn gebogene Hörner. In ganz Europa haben sich zoologische Stationen aufgemacht, dieses Ur-Rind bzw. eine genetisch möglichst ähnliche Rasse wieder auferstehen zu lassen. Seit dem Jahr 2013 hat das Freilichtlabor Lauresham des UNESCO-Welterbes Kloster Lorsch mehrere Zuchtgruppen in Hessen und eine weitere in Nordrhein-Westfalen aufgebaut. Jetzt ist der Wildpark Schwarzach neuer Projektpartner für die aktive Zuchtarbeit und bekommt eine aktive Rolle für den Artenschutz.

„Drei Zuchtgenerationen wird es mindestens dauern, bis wir dem Auerrind sehr nahe kommen“, sagt der Projektleiter und Leiter des Freilichtlabors Lauresham, Claus Kropp. Kälber, die in Schwarzach hoffentlich geboren werden, können durch eine genetische Begleituntersuchung als mehr oder weniger geeignet für die Weiterzucht identifiziert werden. Bei Zuchterfolg sollen Auerrinder zu einem geeigneten Zeitpunkt ausgewildert werden und die Artenvielfalt in Europa bereichern.
Die Tiere sind gut zu halten und genügsam, was das Futter angeht: Anders als die für die Fleischproduktion gezüchteten Stall- und Weiderinder fressen sie neben Gras und Heu auch weniger proteinhaltige Pflanzen und eignen sich somit ideal für die Landschaftspflege.

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