Tierische-News: Gemeinde Schwarzach

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Klettern Ziegen auf Bäume?

Autor: Alexander Lingsch
Artikel vom 05.10.2016

Baumpflege im Schwarzacher Wildpark - Der Baumflüsterer, Teil 2

(GEJ) Ein weiter Panoramablick über den Wildpark in luftiger Höhe, dazu Sonnenschein – heute sind die Baumpfleger da und können bei gutem Wetter eine Menge schaffen. Doch Baumpflege ist harte Arbeit. Nachdem die Baumkontrolle eine ganze Reihe kranker und sogar abgestorbener Bäume festgestellt hat, müssen 35 Bäume gefällt und eine ganze Reihe toter Äste entfernt werden.

Das Damwild hat auch schon gemerkt, dass heute etwas Ungewöhnliches passiert. Denn die Gelenkteleskopbühne steht mitten im Gehege, um abgestorbene Äste an den großen Bäumen zu erreichbar zu machen. Auf der Bühne arbeiten die Baumpfleger Jürgen Schmitt und Nils Gütle mit Säge und Astschere. „Wir müssen sehr aufpassen, denn die Tiere stehen direkt unter dem Baum, um sich die herunterfallenden Äste zu sichern und abzuknabbern“, sagt Jürgen Schmitt. „Wir wollen ja nicht, dass ein Tier durch einen schweren Ast verletzt wird.“

Auch andere Tiere im Wildpark Schwarzach lieben Rinde und Blätter, zum Beispiel die Dromedare. Bei einer riesigen Eiche musste die Baumkrone eingekürzt werden, denn der Eichenfeuerschwamm hat den Baum befallen. Ein Gutachten hat ergeben, dass der Eichenstamm zu schwach geworden ist, um das große Gewicht der Krone zu tragen. Ohne baumpflegerische Maßnahmen würde die Eiche irgendwann zerbrechen, also wird ein Teil der Krone entfernt. Eichenblätter sind ein Leckerbissen für die Dromedare. Sie ziehen sich ein, zwei erreichbare Ästchen durch den Zaun ins Gehege und mampfen fröhlich.

Der Schwarzacher Tierpfleger Martin Pfeil hat sich noch etwas ganz Besonderes überlegt: Mit den Stämmen der abgesägten Bäume lässt sich ein wunderbarer Klettergarten für die Ziegen errichten! Mit großem Gerät räumen Nils Gütle und Jürgen Schmitt die Stämme ins Ziegengehege. Ein gegabelter Stammabschnitt als Stütze in die Mitte, vier Stämme längs und quer darüber, und schon ist der Kletterparcours fertig! Die Ziegen lieben es, darauf herumzuspazieren. So bleibt das Totholz dem Wildpark erhalten. Gleichzeitig dient das Holz einer noch artgerechteren Haltung der Tiere.

Die Obstbäume am Spielplatz sind von der Braunfäule total ausgehöhlt und müssen gefällt werden. Außerdem werden 80 Kubikmeter Pappelholz zersägt und zum Abtransport in einen Container gestapelt. Eine Eiche im Schwarzwildgehege hat einen großen Riss und benötigt eine Kronensicherung mit Seilen, damit sie nicht zerbricht. Die Arbeit mit Holz strengt an, Nils Gütle, Jürgen Schmitt und die Ferienjobber Jonas Stahl und Marius Teßmer sind abends hundemüde. Doch die Arbeit ist sinnvoll und notwendig: Sinnvoll, weil sie Bäume erhalten hilft. Nur im absoluten Notfall werden Bäume gefällt. Notwendig, weil der Wildpark verkehrssicher sein muss, das heißt, dass keine Person (und auch kein Tier) durch einen fallenden Baum oder einen dicken Ast verletzt werden soll.
Die gefällten Bäume sollen nach und nach durch neue ersetzt werden. Deshalb denken die Verantwortlichen über Baumpatenschaften nach, an denen sich Wildparkfreunde beteiligen können.

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