Tierische-News: Gemeinde Schwarzach

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Neuer Zuwachs im Hühnergehege

Autor: Alexander Lingsch
Artikel vom 01.04.2016

Durchdringendes Tröten:
Perlhühner bereichern das Hühnergehege

(GEJ) Eine neue Hühnerrasse ist seit März 2016 im Wildpark Schwarzach zu Hause: Drei Helmperlhühner, zwei Weibchen und ein Hahn, scharren, picken und flattern durch das Gehege. Durch lautstarkes Schreien und Tröten machen sie manchmal auf sich aufmerksam.
Ursprünglich kommt die Gattung der Perlhühner aus Afrika südlich der Savanne. Die Perlhühner gehören zu den ersten Vögeln, die schon im Ägypten des Altertums als Haustiere gehalten wurden. Im alten Rom galt Perlhuhnfleisch als Delikatesse. Im 15. und 16. Jahrhundert brachten die portugiesischen Seefahrer das Perlhuhn mit seinem wunderschönen schwarz-weißen Gefieder zum zweiten Mal aus Westafrika nach Europa mit. Das Helmperlhuhn ist sozusagen das Ur-Hausperlhuhn.
Unseren drei Perlhühnern geht es im Hühnergehege gut. Als tagaktive Bodenbewohner ruhen sie nachts und in der Mittagshitze und lieben erhöhte Plätze, um sich zur Ruhe zu legen. Nachts bringen die Tierpfleger sie in den umgebauten Hühnerstall, der innen mit Maschendraht gegen Ratten, Marder und andere Raubtiere gesichert wurde.

Interview mit Tierpfleger Martin Pfeil

GEJ: Im Hühnergehege sieht man viele unterschiedliche Arten. Erzählen Sie uns etwas darüber?
Martin Pfeil: Außer unseren neuen Perlhühnern haben wir ein männliches Exemplar der Cröllwitzer Pute. Sie steht auf der Kategorie 3 der bedrohten Arten. Für unseren Puter suchen wir händeringend nach einem Weibchen. Dann haben wir ein Pfauenpaar und fünf Jungpfauen, den Ramelsloher Hahn und seine fünf Hennen, ein Brahmahuhn-Paar und im Stall noch vier Pfautauben. Die Tiere sind alle recht friedlich und vertragen sich gut.

GEJ: Warum werden unterschiedliche Arten in ein Gehege gesetzt?
Martin Pfeil: Diese so genannte Vergesellschaftung hat viele Vorteile. Die Tiere haben weniger Langeweile, auch bei der Futtersuche. Da sind noch andere, die ihnen das Futter streitig machen könnten, und das ist durchaus ein positiver Stress. Die Tiere erleben ähnliche Arten und haben immer „Action“, also eine Lebensraumbereicherung. Wir wollen aber keine aggressiven Arten ins Hühnergehege hereinholen, denn dann gäbe es ständige Kämpfe. Bei der Vergesellschaftung von Tierrassen – auch über das Hühnergehege hinaus – achten wir darauf, dass die Tiere Anregung durch andere Arten bekommen, aber keinen Dauerstress.
Auch für die Besucher sind die bunten, aktiven Tiere eine Attraktion. Momentan fängt unser Pfau Hubertus an, das Rad zu stellen und sein Weibchen, die schöne Helena mit ihrem weißgrauen Gefieder, auf sich aufmerksam zu machen. Das ist ein sehr schöner Anblick.

GEJ: Man spricht ja im Hühnerstall von einer Hackordnung. Gibt es die auch im Schwarzacher Wildpark?
Martin Pfeil: Ja, selbstverständlich gibt es bei allen Hühnervögeln eine Rangordnung, die durch Hacken ausgefochten und durch autoritäres Gehabe eingefordert wird. Bei uns stehen die Pfauen ganz oben in der Rangordnung. Sie nehmen sich zuerst das Futter und erwarten, dass die anderen Vögel ihnen aus dem Weg gehen. Auf Platz 2 ist der Ramelsloher Hahn, eine stark gefährdete Haustierrasse, die auf der Roten Liste vom Aussterben bedrohter Tierarten steht. Direkt nach ihm auf Platz 3 kommen die beiden Ramelsloher Hühner. Danach folgen die Perlhühner, auf Platz 5 der sanfte Puter und als letzte die imposanten, aber friedlichen Brahmahühner. Die Rangfolge wird einmal festgelegt und dann akzeptiert. Die Jungvögel sind manchmal etwas aufmüpfig und versuchen den Chef zu ärgern, haben aber keine Chance gegen ein erwachsenes Männchen.

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